Mit Nach­haltigkeit in die Zukunft

Die ISB-Gruppe Modernisierung, Spezialprogramme stellt sich vor.


Mehr als die Hälfte aller Bürgerinnen und Bürger von Rheinland- Pfalz leben in den eigenen vier Wänden. Bundesweit nimmt das Land damit eine Spitzenposition ein. Ein erheblicher Anteil dieser Immobilien weist jedoch ein Baujahr auf, das mehrere Jahrzehnte zurückliegt. Die Folgen der damaligen Bauweise bekommen jetzt viele Eigentümer im wahrsten Sinne des Wortes zu spüren.

„Gerade in den 60er- und 70er-Jahren des letzten Jahrhunderts wurden oft billige Baustoffe verwendet, die jetzt dafür sorgen, dass die Energiebilanz dieser Gebäude relativ schlecht ist“, lautet das Fazit von Heike Schuhmacher. Die 51-jährige Bankfachwirtin leitet die Gruppe Modernisierung, Spezialprogramme der ISB. Damit ist sie, zusammen mit ihrem fünfköpfigen Team, verantwortlich für die Bearbeitung der Anträge und die Vergabe des ISB-Darlehens Modernisierung.

Mit diesem Darlehen fördert die ISB gezielt bauliche Maßnahmen, die zum einen barrierefreies Wohnen ermöglichen, zum anderen aber die Energiebilanz einer Wohnung oder eines Hauses deutlich verbessern: „Wir fördern mit einem breit aufgestellten Programm“, sagt Heike Schuhmacher. „Angefangen von der Optimierung der Wärmedämmung und dem Einbau von Fenstern, die Energie einsparen, über die Verbesserung von Heizungsanlagen bis hin zu Wärmepumpen.“ Im Endeffekt steigern diese Maßnahmen nicht nur die Wohn- und Lebensqualität, sondern verbessern auch den Wert der jeweiligen Immobilie.

Antragsberechtigt sind Eigentümer von Wohnungen, die diese selbst nutzen. Voraussetzung ist allerdings, dass das Gesamteinkommen aller Haushaltsangehörigen nicht die festgelegte Einkommensgrenze übersteigt. „Zu diesen Einkommensgrenzen finden Interessierte auf der Homepage der ISB eine detaillierte Tabelle. Wir beantworten aber alle Fragen rund um das Darlehen auch sehr gerne im Rahmen unserer unverbindlichen Telefonberatung“, so Schuhmacher. Das Darlehen selbst beträgt zum Beispiel für einen Vierpersonenhaushalt maximal 60.000 Euro, für jedes weitere Haushaltsmitglied kann es um 5.000 Euro erhöht werden. Begrenzt ist das Darlehen durch die Höhe der nachgewiesenen Investitionskosten.

Bestand schützen und neu nutzen ist so wichtig wie noch nie zuvor. 

Heike Schuhmacher
Leiterin Modernisierung, Spezialprogramme

 

Auch Vermieter können die Förderung beantragen. An sie ist dann eine Miet- und Belegungsbindung gekoppelt, die auf 15 bzw. 21 Jahre festgeschrieben ist. „Damit unterstützen wir die Vermieter bei der qualitativen Verbesserung des Wohnraums und geben den Mietern Sicherheit hinsichtlich der Anfangsmiete und moderater Mieterhöhungsmöglichkeiten“, erläutert Schuhmacher.

Aufgrund des demografischen Wandels verzeichnen sie und ihr Team derzeit ein zunehmendes Interesse an barrierefreiem Wohnraum zum Beispiel durch den Einbau von bodengleichen Duschen: „Viele Menschen möchten ihren Lebensabend unabhängig und selbstbestimmt in den eigenen vier Wänden verbringen und schaffen sich dafür durch Umbauten eine Grundlage.“

Es sind aber nicht nur die Auswirkungen einer zunehmend älter werdenden Gesellschaft, die Heike Schuhmacher in ihrer täglichen Arbeit zu spüren bekommt. Auch aktuelle Themen wie Leerstand auf dem Land oder der hart umkämpfte Wohnungsmarkt in den Städten, der vor allem jungen Familien zu schaffen macht, beschäftigen sie und ihr Team. „Bestand schützen und neu nutzen“ sei deshalb so wichtig wie noch nie zuvor. „Indem wir junge Familien unterstützen, die auf dem Land Häuser modernisieren und älteren Menschen ermöglichen, ihren Lebensabend in ihrem Haus im heimatlichen Dorf zu verbringen, leisten wir als ISB unseren Beitrag, dass bestimmte Regionen nicht ausbluten“, sagt Schuhmacher. „Andererseits ist es für junge Familien, die in der Stadt leben wollen, oft günstiger, eine ältere Immobilie zu kaufen, statt neu zu bauen. Auch dieser Tatsache wird unser Modernisierungsdarlehen gerecht. Ganz zu schweigen vom ökologischen Nutzen, den eine Modernisierung uns allen als Gesellschaft bringt.“ |

ISB-Darlehen Modernisierung

Alle relevanten Informationen zum Thema auf einen Blick: Die Broschüren verdeutlichen detailliert, wen, was und wie die ISB im Rahmen des Modernisierungsdarlehens fördert. Sie können sie per E-Mail unter presse@isb.rlp bestellen. Über unsere Internet-Seite – oder direkt über untenstehenden QR-Code – finden Sie zusätzlich Informationen, Download-Möglichkeiten und einen Rückrufservice. 


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