Modernisieren mit Rabatt

Restaurants und Sportstätten geschlossen. Kinderbetreuung zu Hause. Urlaub ausgefallen. Arbeiten im Homeoffice: Die eigene Wohnung, das eigene Haus ist in den vergangenen Monaten sehr viel stärker in den Fokus vieler Menschen gerückt. Wer sein Eigentum jetzt noch moderner, energiesparender und zukunftsfähiger gestalten möchte, kann von vielen Vorteilen profitieren. Auch für Vermieter bieten sich attraktive Konditionen.


Die Baumärkte haben es sofort gemerkt: Während der Einzelhandel im Frühjahr 2020 in weiten Teilen geschlossen blieb, erreichte die Heimwerker-Branche unerwartete Zuwächse, die Umsätze im ersten Halbjahr sind um gut 15 Prozent gestiegen. Für viele nicht überraschend: Als draußen alles unsicherer zu werden schien, wuchs bei vielen Menschen anscheinend das Bedürfnis, zumindest ihre eigene Welt schöner zu machen. Bei anderen dürfte schlicht die freie Zeit angesichts geschlossener Büros der Auslöser gewesen sein, sich eingehender um Haus und Garten zu kümmern und endlich die Dinge zu erledigen, die ewig liegen geblieben waren. „Wie auch immer: Der Wert der eigenen vier Wände ist im Bewusstsein vieler Menschen deutlich gestiegen“, so Folker Gratz, Leiter Kundenbetreuung, Beratung von der ISB. „Und dazu passt es genau, dass wir die Modernisierungsprogramme des Landes jetzt noch stärker in den Fokus stellen.“

Gerade hat die ISB dazu eine neue Kampagne gestartet: „Modernisieren mit Rabatt“. Wer sich jetzt entschließt, das eigene Haus, die eigene Wohnung oder eine vermietete Immobilie zu modernisieren, der kann mit günstigen Darlehen rechnen, und einen beachtlichen Tilgungszuschuss gibt es gleich dazu. Das Angebot gilt für verschiedene Baumaßnahmen, beispielsweise wenn man die Immobilie barrierefrei umbaut – etwa mit breiten Türen oder ebenerdigen Duschen. Daneben stellt der Wechsel zu alternativen und regenerativen Energien, also etwa die Umrüstung der Heizung, einen weiteren Fokus des Förderprogramms dar. „Zu den Modernisierungsmaßnahmen, die wir unterstützen, gehören auch eine verbesserte Wärmedämmung, neue Fenster, die Isolierung von Boden, Wänden und Decken“, so Folker Gratz. „Viele weitere Maßnahmen können ebenfalls gefördert werden, wenn sie zur nachhaltigen Erhöhung des Gebrauchswertes oder zur dauerhaften Verbesserung der allgemeinen Wohnverhältnisse führen.“ Wer zum Beispiel für eine Optimierung des Schallschutzes, der Belichtung oder der Belüftung sorgt, kann dafür einen Antrag bei der ISB stellen.

Voraussetzung für eine Förderung der Modernisierung von selbst genutztem Wohnraum ist, dass das Haushaltseinkommen der Eigentümer einen maximalen Wert nicht übersteigt. „Die Grenze liegt allerdings höher, als viele denken – eine vierköpfige Familie beispielsweise kann bis zu einem Jahresbruttoeinkommen von gut 82.800 Euro von uns gefördert werden“, erklärt Folker Gratz.

Bei der Modernisierung von Mietwohnungen sind das Einkommen der Mieter und das Eingehen einer Belegungs- und Mietbindung Voraussetzung für eine Unterstützung. Die Immobilie darf nur an Menschen mit Wohnberechtigungsschein vermietet werden, und zwar maximal zu einem festgelegten Mietpreis für die Dauer der Zinsbindung. Die Höhe der Förderung hängt mittlerweile, und das hat sich in diesem Jahr verbessert, nicht mehr von der Lage und der Größe des Objekts ab, sondern nur noch von den voraussichtlichen Modernisierungskosten, die in Höhe von maximal 100.000 Euro je Wohnung gefördert werden können. „Wir zeigen damit: Modernisierung ist uns wichtig, bezahlbarer Wohnraum sollte erhalten bleiben – egal, wo er liegt. Zugleich haben die Förderprogramme auch einen positiven Effekt auf das Erreichen der Klimaziele. Gerade in großen Städten sind viele Wohnungen renovierungsbedürftig, mehr als die Hälfte der Häuser in Deutschland ist über 40 Jahre alt“, so Folker Gratz. „In den kommenden Jahren werden viele Sanierungen nötig werden. Das soll aber nicht dazu führen, dass die Mieten dann massiv erhöht werden und die Menschen sich die Wohnungen nicht mehr leisten können.“ Denn unabhängig davon, ob man sein Eigentum bewohnt oder eine Wohnung gemietet hat: Gerade jetzt sind die eigenen vier Wände für viele Menschen noch wichtiger geworden. |

Modernisieren mit Rabatt –
für Wohneigentum und Mietwohnungen

 

Das Land Rheinland-Pfalz unterstützt über die ISB Menschen, die ihre selbst bewohnte Immobilie oder ein vermietetes Objekt modernisieren möchten. Gefördert werden können

  • Maßnahmen zur Barrierefreiheit
  • Nutzung alternativer und regenerativer Energien
  • Maßnahmen zur Energieeinsparung
  • Maßnahmen zur nachhaltigen Erhöhung des Gebrauchswerts

Selbstnutzer

Haushalte mit bis zu vier Personen können ein nachrangig gesichertes Darlehen von bis zu 60.000 Euro und einen Tilgungszuschuss von bis zu 15 Prozent bekommen. Voraussetzung ist, dass das Haushaltseinkommen festgelegte Grenzen nicht übersteigt. Eine vierköpfige Familie beispielsweise kann bei einem Jahresbruttoeinkommen von bis zu 82.800 Euro das Darlehen beantragen.

Vermieter

Pro Wohnung kann ein Darlehen von bis zu 100.000 Euro beantragt werden, der Tilgungszuschuss beträgt 20 Prozent. Die Wohnung darf nur zu einem festgelegten Mietpreis pro Quadratmeter vermietet werden, das Haushaltseinkommen der Mieter muss unterhalb bestimmter Grenzen liegen – beispielsweise kann eine vierköpfige Familie mit einem Jahresbruttoeinkommen von bis zu 82.800 Euro eine geförderte Wohnung beziehen.

Weitere Informationen unter

www.modernisieren-mit-rabatt.de